Wenn man Begabungen nicht erkennt, …………….

Immer häufiger kommen junge Erwachsene zu mir, die weder einen Schulabschluss oder wenn, überhaupt, nur einen Hauptschulabschluss besitzen. Meist ohne Qualifikation und damit chancenlos, einen vernünftigen Beruf zu erlernen.
Schaut man sich die Biografien dieser jungen Menschen an, dann stellt man wieder einmal fest, wie viel schiefgegangen ist. Und es wurde wieder einmal nicht genau hingeschaut. Hierzu ein Beispiel:
Max, 28 Jahre alt, trägt den Stempel „lernbehindert“ nun schon seit fast 20 Jahren. Als es in der Schule nicht lief, wurde ein IQ-Test durchgeführt mit einem Ergebnis von 89. Das hieß zweifellos „Förderschule Lernen“.  Ein Test, der zwei Jahre später durchgeführt wurde, ergab einen Wert von 103, doch keinen interessierte das. Obwohl die Mutter immer wieder darauf hinwies, dass ihr Sohn Hörprobleme habe, interessierte das auch keinen. Selbst die beiden Fachärzte (HNO) bescheinigten ihm eine gute Hörfähigkeit.
Als Max 16 Jahre alt war, die Schule ihn nicht weitertragen wollte, da er ja seine Pflichtschulzeit abgesessen hatte, wurde er nochmals in Sachen Gehör überprüft. Dieses Mal war es allerdings ein Neurologe. Dieser stellte fest, dass die Verbindung Ohr/Gehirn auf der linken Seite nicht verknüpft war und Max deshalb einseitig gar nichts hörte. Doch eine Hilfe zur Verbesserung der Hörqualität gab es anscheinend nicht. Also blieb er einseitig gehörlos.
Da er keinen Abschluss hatte, gab es keinen Ausbildungsplatz. Ein Abschluss aus eigenem Antrieb an einer VHS scheiterte aufgrund einer im Nachhinein festgestellten Dyskalkulie.
Das Gespräch mit dem jungen Mann und die Schilderung der Mutter, dass er sich vor der Schule das Lesen und Schreiben selbst beigebracht hatte (trotz Taubheit, links), weisen allerdings deutlich auf eine höhere Begabung hin.
Wir müssen nun überlegen, welche Möglichkeiten Max hat mit Unterstützung doch noch einen für ihn interessanten Beruf ergreifen zu können.
Traurig, dass es niemand in den ersten Lebensjahren gemerkt hat und die Mutter nicht ernst genommen wurde. Aber das ist ja leider kein Einzelfall.

Bildung in Deutschland - eine niemals endende Geschichte

Bessere LehrerInnen-Ausbildung – damit unsere Kinder wieder denken lernen

Wie ich schon des Öfteren geschrieben habe, steht es mit der Bildung unseres Nachwuchses nicht zum Besten. Doch Bildung beginnt unten, d.h., spätestens mit Beginn der Schulzeit sollte man damit beginnen, Kindern nach und nach eine bessere Allgemeinbildung zugutekommen zu lassen. Man schüttelt kräftig mit dem Kopf, wenn man von Kindern hört, dass z.B. eine Lehrerin Tieger statt Tiger an die Tafel schreibt, eine weitere nicht weiß, dass Sachsen-Anhalt ein Bundesland ist und ein weiterer Lehrer Burundi für ein italienisches Tafelwasser hält. Gut, das sind Ausnahmen, doch gerade dann, wenn man sich als lehrende Person bezeichnen darf, sollte

Bildung tut not

Bildung tut not

man sich besser vorab gut auf den Unterricht vorbereiten.

Ich weiß von LehrerInnen, die mir selbst berichtet haben, dass sie nur alle fünf bis zehn Jahre ihre Unterrichtskonzepte überarbeiten. Neues wird einfach kurzerhand eingefügt, aber nicht reflektiert. So zieht man am Anfang eines Schuljahres nur den entsprechenden Ordner aus dem Regal und hat für den Rest des Jahres ausgesorgt. So scheint es manchmal. Natürlich gilt das nicht für alle Lehrer, denn Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, doch sind es nicht wenige, die wie oben beschrieben auch handeln.

Deshalb sollte man bereits vor Beginn des Studiums herausfinden, ob man wirklich für den Lehrerberuf geschaffen ist, dass es sich immer noch um eine Berufung handelt und nicht nur um eine Möglichkeit des Broterwerbs.

Endlich Ferien!

Endlich hat ganz Deutschland Ferien, aber nur einige Tage, dann geht es in den ersten Bundesländern wieder zur Sache. Und es wird nicht besser, denn gesetzmäßig passiert wenig, und dann auch eher zum Nachteil der Schüler, denn zum Vorteil. Bildung wird immer mehr reduziert, und selbst auf einfache Fragen finden viele Schüler kaum noch eine Antwort. Eine Buschtrommel kennt heute niemand mehr und auch die Frage nach dem Sinn eines Siebes können wenige altersgemäß beantworten. Traurig, aber wahr. Was alles passieren kann, wenn Kinder nicht ihrem Potenzial entsprechend gefördert werden, finden Sie in meinem aktuellen Buch „Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann“. Weitere Infos aber finden Sie auch unter www.logios.de.

Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Bildung in Deutschland – es muss sich endlich ändern

Zieht man zum Ende dieses Schuljahres in Deutschland Bilanz, so ist diese weiterhin erschreckend. Viele, viele Eltern, und es werden immer mehr, beklagen die immer höher werdenden Anforderungen an die Kinder, insbesondere im Zuge von G8. Sollte man deshalb nun glauben, dass, wenn Kinder sehr viel lernen müssen, sie auch sehr viel behalten und sich entsprechend viel Wissen aneignen, so ist dies eindeutig ein Fehlglaube.

Die Kinder lernen von einer Klasssenarbeit zur nächsten, behalten sich nur das, was für die kommende Arbeit relevant ist, sie gerade mal interessiert oder aber überhaupt nichts. Dass das Wissen nicht mehr hängenbleibt, ist sehr gut in den von mir durchgeführten IQ-Tests belegbar. Bei nur wenigen Kindern und Jugendlichen ist das allgemeine Wissen recht gut vorhanden. Die wenigsten Schülerinnen und Schüler sind hier fit. Aber auch an der Rechtschreibung hapert es sehr. Freie Interpretationen, Textanalysen oder Aufsätze sind von vielen Kindern und Jugendlichen nicht mehr durchführbar.

Deshalb muss sich bald etwas ändern. Alle, die hier Ideen haben, rufe ich auf, sich bitte zu melden. JEDE Idee ist wichtig. Denn schlimmer kommts nimmer, wie man so schön sagt. Oder doch???? Hier eine Kontaktemail: info@conzept3b.de.

Weitere Infos auch unter www.logios.de.

Weitere interessante Fälle deutscher Bildungspolitik findet man auch in meinem aktuellen Buch:

Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Klassenwiederholung – wem nützt Sitzenbleiben wirklich?

In einigen Bundesländern sind bereits Sommerferien und somit gibt es wieder viele SchülerInnen, die die Versetzung nicht geschafft haben. Den SchülerInnenn in NRW steht die Versetzung bzw. Nicht-Versetzung am kommenden Freitag bevor. Und wieder fragen sich viele Eltern und SchülerInnen, welchen Sinn ein Sitzenbleiben hat, außer den, eine(n) SchülerIn zusätzlich zu den schlechten Noten nochmals so richtig zu demütigen. Staaten, die im schulischen Ranking deutlich vor Deutschland stehen, haben vielfach eine Klassenwiederholung abgeschafft. Trotzdem sind diese SchülerInnen besser als die deutschen Schulkinder. Woran mag das wohl liegen, fragen sich viele Menschen, die mit Schule und Co. zu tun haben.
Es liegt am gesamtdeutschen, maroden Schulsystem, indem Bildung hintenansteht, LehrerInnen schlecht ausgebildet sind und SchülerInnen, insbesondere dann, wenn sie ein bisschen fitter sind als der Durchschnitt, vor Langeweile nicht wissen, wie sie in den Schulschlaf kommen sollen. Ständige Wiederholungen, stumpfes „Vor sich hin lernen“, ohne den tieferen Sinn zu erkennen, fragwürdige Methoden der Wissensvermittlung (wenn man an die Rechtschreibvermittlung in der Grundschule denkt), das nicht Akzeptieren eigener Rechen- oder anderer Lösungswege und vieles mehr hindern unsere Kinder und Jugendlichen daran mit Spaß zu lernen. Und hat man keinen Spaß an etwas, fehlt die Motivation, damit die Konzentration und die Konsequenzen daraus sind schlechte Noten, die dann im schlimmsten Fall zur Klassenwiederholung führen. Und dann wird es noch langweiliger. Viele Kinder erreichen auch bei einer Wiederholung nicht das Klassenziel und müssen in der Regel noch weiter runter im System Schule. So kann es schon einmal passieren, dass Kinder zunächst auf das Gymnasium kommen, danach auf eine Realschule und schließlich auf die Hauptschule. Und es trifft auch hier sehr oft die besonders cleveren Kids. Deshalb sollten die zuständigen Behörden doch einfach mal einen Blick über den Tellerrand riskieren und sich ein Beispiel an erfolgreichen Ländern nehmen.
Und für alle SchülerInnenInnen, die in diesem Jahr wiederholen müssen: Ihr seid in guter Gesellschaft. Viele Promis haben die Klasse wiederholen müssen und sind nun wesentlich berühmter und erfolgreicher als ihre ehemaligen LehrerInnen!
Für alle, die Hilfe und Unterstützung suchen, hier unsere Seiten: www.logios.de, www.infobeg.de, www.conzept3b.de oder lesen Sie einfach mein neues Buch.
Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Mein Buch (trotz des Titels übrigens für alle Altersgruppen gedacht) ist jetzt rund drei Wochen auf dem Markt und ich habe schon viele positive Reaktionen erhalten. Viele Eltern haben ihre Kinder in den Fallbeispielen wiedererkannt. Das freut mich sehr. Denn mein Ziel ist es darauf aufmerksam zu machen, dass Deutschland immer noch nicht in der Lage ist sein wahres Potenzial an wirklich intelligenten und kreativen Menschen zu erkennen. So wird im Gegenteil immer wieder versucht alle auf die Mittellinie zu ziehen, begabte Kinder und Jugendliche im wahrsten Sinne des Wortes zu biegen und zu brechen. Psychische Krankheiten, Teilleistungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen und viele weitere Problemstellungen werden diagnostiziert, obwohl es sich in den meisten Fällen um eine hohe Begabung handelt. Das muss sich ändern. Dazu soll mein Buch beitragen. Und ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen es weiter empfehlen an Freunde, Verwandte und Bekannte, die mit ihren Kindern Probleme jeglicher Art haben. Es kann sich dabei um eine nicht erkannte Begabung handeln. Eine Überprüfung macht immer Sinn, auch wenn es zunächst unwahrscheinlich scheint. Denn bereits ab mittlerweile IQ 110 !!! gibt es aufgrund unseres maroden Schulsystems enorme Probleme bei Kindern und Jugendlichen. Davon sind dann immerhin schon 25% unserer Schüler betroffen. Bei Fragen bitte gern anrufen unter 02302/1781792 oder mailen unter info@infobeg.de. Weitere Informationen unter www.infobeg.de oder www.logios.de.

Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Lernen verboten – das Konzept vieler Schulen

Liebe Bildungsfrustrierte,

es gibt wieder einen Fall, der mich erschüttert. Mirko, 7 Jahre, 1. Klasse, hat es gewagt, die Zahlenreihe bis 1000 zu lernen, obwohl alle anderen in der Klasse noch nicht so weit waren und gerade mal in Zehnerschritten bis 100 zählen durften. Dieses forsche Vorgehen des Jungen musste deshalb unbedingt mit einem Brief an die Eltern geahndet werden. Man warf ihnen darin vor den Jungen schulisch total unter Druck zu setzen und drohte mit Konsequenzen, wenn die Eltern diesen Wissensdurst nicht unterbinden würden. Die Eltern jedoch waren sich keiner Schuld bewusst, denn der Sohn hatte weitergelernt, ohne die Eltern um Erlaubnis zu fragen. Doch das geht leider in unserem Schulsystem gar nicht. Jeder hat nur so weit zu lernen, wie es von Seiten der Schule erlaubt wird. Wo kommen wir denn hin, wenn sich jeder weiterbildet wie er es möchte?

Ich denke, zu einem vernünftigen und für alle gerechten Schulsystem!

Wer hat Ähnliches erlebt? Ich freue mich auf Kommentare.

Weitere Infos unter www.logios.de oder www.infobeg.de.

Intelligenz und Teddybären – ein neues Buch zum Thema Begabung und Hochbegabung

Das Buch behandelt nicht nur den Spagat, den begabte und hochbegabte Kinder zwischen ihrem kognitiven und ihrem tatsächlichen Lebensalter hinbekommen müssen, sondern auch die durch eine nicht erkannte oder zu spät erkannte Begabung hinzukommenden Probleme wie Verhaltensauffälligkeiten, schlechte Noten u.v.m. Auch falsche Diagnosen, die durch eine nicht kompetente Diagnostik entstehen, werden im Buch anhand vieler Beispiele aus der Praxis thematisiert, z.B. ADS, ADHS, Asperger-Autismus, Legasthenie und Dyskalkulie.

Der Untertitel (was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann) bezieht sich auf die vielen Fehldiagnosen und die damit verbundenen Probleme der Kinder.

Das Buch ist in allen führenden Buchhandlungen sowie im Institut zur Fo(e)rderung besonderer Begabungen

http://www.infobeg.de/Veroeffentlichungen-Hochbegabung/

sowie als E-Book erhältlich.

Preis Printausgabe Paperback: EUR 19,95 (inkl. MWST)

Preis E-Book: EUR 15,99 (inkl. MWST)

ISBN: 378-34712-0864-5

Sie können das Buch auch in unserem Institut bestellen oder unter folgendem Link direkt beim Verlag (Versand innerhalb Deutschlands kostenlos):

http://www.bod.de/buch/beate-gerstenberger-ratzeburg/intelligenz-und-teddybaeren/9783741208645.html

Ich freue mich auf Ihre Meinung, auf Anregungen und Kritik.

Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Wer in aller Welt ist van Gogh?

Fragt man Kinder während einer Testung nach diesem Namen, erhält man meist ein Kopfschütteln oder folgende Antworten: Nie gehört! Ein Sänger? Kenn`ich nicht! Schauspieler? Doch dieses Mal schien es jemand wirklich zu wissen. „Van Gogh? Das ist ein Holländer“. „Kannst du das genauer sagen?“ Ja, natürlich, das ist ein Fußballtrainer, ich glaube, der hat mal Schalke trainiert.“

Wobei wir mal wieder beim guten Allgemeinwissen deutscher Schüler sind. Wenn jemand Faust nur mit dem Film „fack ju göhte“ in Verbindung bringt, aber nicht weiß, wer Goethe wirklich war und mittlerweile Richtung Abi tendiert, wird es schon problematisch. Und wenn man das Wort „neutral“ für eine Salbe hält, sollte man sich da nicht Gedanken über die Schulbildung in Deutschland machen?

Über Kommentare freue ich mich sehr.

Weitere Infos unter www.logios.de.

Bildung tut not

Bildung tut not

AOSF-Verfahren – eine leidvolle Erfahrung

Immer wieder hören wir von missglückten AOSF-Verfahren (sonderpäd. Förderbedarf), die für die betroffenen Kinder nur leidvolle Erfahrungen bringen. So gibt es immer wieder Fehldiagnosen, die in eine falsche Richtung führen.

Ein Beispiel: Markus ist 10 Jahre und in der fünften Klasse einer Gesamtschule mit GU (gemeinsamen Unterricht). Markus hat seit der ersten Klasse große Probleme mit der Rechtschreibung und wird deshalb von vielen Mitschülern gehänselt, was enormen Einfluss auf sein Selbstwertgefühl hat. Er traut sich nichts mehr zu. Das wird gnadenlos von den Mitschülern ausgenutzt, führt sogar soweit, dass er in der dritten Klasse massiv verprügelt wird. Seine Lehrer beantragen für ihn einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Es wird ein IQ-Test durchgeführt, der aufgrund von fehlerhafter Durchführung und des nicht mehr vorhandenen Selbstbewusstseins im Bereich der Minderbegabung liegt. Eine Legasthenie wird deshalb sofort ausgeschlossen. Und das Mobben geht auch munter weiter. Die Eltern lassen einen alternativen IQ-Test durchführen, der Markus eine normale Intelligenz bestätigt. Und somit auch eine Legasthenie, wie der entsprechende Lese-Rechtschreibtest zeigt.

Trotzdem hält die Schule am sonderpädagogischen Förderbedarf fest. Jetzt muss ein Gericht entscheiden, was mit Markus passiert. Sonderpädagogische Förderung ist eine wunderbare Sache, aber es muss die richtigen Kinder betreffen und wenn man sich mal irrt, dann sollte man das auch zugeben, zum Wohle des Kindes.

 

Kinder sind unsere Zukunft - deshalb benötigen sie auch unsere volle Unterstützung

Kinder sind unsere Zukunft – deshalb benötigen sie auch unsere volle Unterstützung

Gebundene Ganztagsschulen – wieder einmal eine Fehlplanung?

In den Medien gibt es momentan verstärkt Berichte über die sich immer öfter verbreitenden gebundenen Ganztagsschulen, d.h. es handelt sich um Schulen, an denen die Schüler verpflichtend am Nachmittagsunterricht teilnehmen. Eigentlich eine gute Idee, doch leider mal wieder vom Sessel geplant, ohne Bezug zur Realität. Zumindest in vielen Fällen. Unterschiede in den Bundesländern werden deutlich. So liegt Berlin lt. Studie der Bertelsmann-Stiftung an der Spitze, wenn es um eine gut durchdachte Ganztagsbeschulung geht (wobei die Berliner da scheinbar nicht ganz dieser Meinung sind). Und in Bezug auf die unterschiedlichen Schulformen liegen die Grundschulen z.B. vor den Gymnasien.

Doch warum gibt es viele negative Bewertungen? Die Betreuer im Nachmittagsbereich sind oftmals mit den Kindern überfordert, da sie selten eine entsprechende pädagogische Ausbildung besitzen, oft werden Erzieher statt Lehrer eingesetzt, es darf ja nicht viel kosten. Und zusätzliche Unterrichtsstunden sind in der Regel auch deshalb nicht machbar, da es nicht ausreichend Lehrer gibt, die diesen Unterricht übernehmen können. Zwar wurde viel Geld bereitgestellt, was aber schwerpunktmäßig in die häufigere Form der Ganztagsschulen, also die des offenen Ganztages investiert wurde.

Also bitte erst denken, dann vernünftig planen und handeln. Denn es geht zu Lasten unserer Kinder und damit zu Lasten unserer Zukunft.

Wer sich informieren möchte, hier der Link

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/in-vielfalt-besser-lernen/projektthemen/ganztag/

Kinder sind unsere Zukunft - deshalb benötigen sie auch unsere volle Unterstützung

Kinder sind unsere Zukunft – deshalb benötigen sie auch unsere volle Unterstützung

Kein Geld für die Bildung – Eltern renovieren die Schule

Bildungspolitiker alle Parteien rufen immer wieder nach besserer Bildung für die Schüler, doch statt besser wird es immer schlimmer. Es wird immer weniger Geld bereitgestellt, die Schüler sitzen in schmutzigen Räumen, die schon teilweise schon Jahrzehnte nicht mehr renoviert wurden, die Schimmer angesetzt haben und somit schon gesundheitsgefährdend sind. Schon seit Jahren sind Elterninitiativen damit beschäftigt, natürlich in der Regel durch eine private Eigenfinanzierung, Schulräume einigermaßen ordentlich zu gestalten, damit die Kinder wenigstens den Hauch eines angenehmen Lernumfeldes erhalten. Und in der Regel wird dieses Engagement der Eltern noch nicht einmal wahrgenommen. Es ist von Seiten der Schulbehörden eine Frechheit, die Eltern für solche Aufgaben auszunutzen, insbesondere dann, wenn es um Maßnahmen wie in Würzburg geht (siehe Link).

Kinder benötigen ein ihrem Alter angemessenes Schulumfeld, um Spaß am Lernen zu bekommen. Doch ist dies in abgewirtschafteten Klassenräumen kaum möglich. Und auch hier ist der Staat gefragt. Es kann nicht angehen, dass eine Schule erst so marode werden muss, wie es in Würzburg der Fall war. Vorbeugen und zwischendurch mal immer wieder pflegen, kleine Renovierungen sofort durchführen, dann hat man auch als Staat seine Gebäude im Griff. Eine Totalsanierung wird nämlich deutlich teurer.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/wuerzburg-eltern-renovieren-marode-schule-selbst-in-arbeitsstunden-1.2930204

Und auf die mangelnde Bildung der Kinder werden wir in den nächsten Wochen nochmals zurückkommen.

 

Kinder zu fördern und zu fordern ist unsere gesellschaftliche Pflicht

Kinder zu fördern und zu fordern ist unsere gesellschaftliche Pflicht

Inklusion – schlecht ausgebildete Lehrer, leidende Schüler

Schon mehrfach haben wir von Kindern, die bereits ein AOSF-Verfahren, also ein Förderschulverfahren, laufen haben, gehört, dass es Probleme mit der Umsetzung gibt. Auch werden hierbei fehlerhaft Testungen durchgeführt, die dann zu schlechten Ergebnissen und damit auch zu fehlerhaften Verfahren führen. Erst vor ein paar Tagen testeten wir ein Kind in unserer Einrichtung mit einem normalen IQ-Ergebnis, das in der Schule, verteilt auf mehrere große Pausen, einen IQ im Bereich der Lernbehinderung erhalten hatte. Das Förderschulverfahren wurde u.a. mit Defiziten im Rechnen begründet. Ein weiterer Test in unserer Einrichtung ergab, dass das Kind zusätzlich eine Dyskalkulie besitzt. Also KEINE Lernbehinderung, KEIN AOSF-Verfahren. Doch da es bereits läuft, haben die Eltern schlechte Karten. In der Regel hilft dann nur noch der Anwalt.

Bildung tut not

Bildung tut not

 

 

 

Mit dem Stoff der ersten Klasse direkt aufs Gymnasium

Meist ist es doch gut, wenn man sich wehrt und sein Kind nicht aufgibt. Dies ist geschehen mit Mike, 12 Jahre, 4. Klasse, inkl. sonderpädagogischem Förderbedarf.

Mike hat mehrfach die Klasse wiederholt und bekommt nun schon seit vielen Jahren insbesondere im Fach Mathematik die Aufgaben der ersten Klasse serviert. Vorausgegangen war ein IQ-Test, der Mike einen IQ von nur 85 bescheinigte, durchgeführt unter sehr merkwürdigen Bedingungen. Mike wurde während der Pausen in mehreren Abständen getestet, immer wieder aus der Klasse geholt und der Test wurde immer wieder fortgesetzt.

Aufgrund des Ergebnisses wurde dann der sonderpädagogische Förderbedarf beantragt und diesem wurde stattgegeben. Lange Zeit wusste die Mutter weder von dem Test noch vom bevorstehenden Förderbedarf. Und, wie gesagt, der Unterrichtsstoff verharrte auf dem Stand der ersten Klasse. Die Mutter jedoch übte regelmäßig mit Mike und brachte ihn auf den Stand des vierten Schuljahres. Doch die Schule interessierte das überhaupt nicht. Erst, nachdem die Mutter nach langem Suchen eine vernünftige Anwältin und einen engagierten Verein gefunden hatte, schaffte sie ein kleines Wunder. Mike darf ab dem Sommer sogar auf ein Gymnasium gehen. Es handelt sich um ein Gymnasium mit Inklusion, dort gibt man Mike eine Chance. Denn ein weiterer, bei uns durchgeführter IQ ergab einen Wert von 111. Dies bedeutet, dass Mike schon leicht überdurchschnittlich ist, wobei der Durchschnitt der Gymnasiasten bei IQ 107 liegt und man in der Regel zum Besuch des Gymnasiums ab einem IQ von 110 rät.

Weitere Infos unter www.logios.de, www.conzept3b.de oder www.infobeg.de.

Bildung tut not

Bildung tut not

Ghettoschulen – die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden?

Liest man den Artikel der WAZ vom heutigen Tage, entsteht der Eindruck, dass es in NRW Schulen gibt, auf denen auf der einen Seite nur Kinder aus Bildungsschichten zu finden sind, auf der anderen Seite ausschließlich Kinder aus bildungsfernen Schichten. Dies mag durchaus der Wahrheit entsprechen. Dass man nun ausschließlich die freie Schulwahl dafür verantwortlich macht, ist nicht richtig. Es ist nämlich tatsächlich so, wie es in einem Kommentar bei „Der Westen“, dem Online-Portal der WAZ, zu lesen ist, dass, gäbe es die freie Wahl nicht, man andere Mittel und Wege findet, sein Kind auf der Wunschschule anzumelden. Ich selbst habe das mit meinen Kindern auch gemacht, denn damals gab es noch die Aufteilung in Bezirke. Da die Freundin im Wunschbezirk wohnte, passte diese eben auf die Kinder auf und das Problem war gelöst. Wenn man will, findet man immer Mittel und Wege. Für mich stand damals eine Schule im Fordergrund, die meine Kinder als Persönlichkeit wahrnahm und entsprechende Bildung vermittelte, nicht die Herkunft der Klassenkameraden. An der Schule meiner Kinder funktionierte schon in den 90-er Jahren eine vernünftige Integration.

Was dieses Ergebnis nämlich zeigt, ist die Tatsache, dass es gute und schlechte Schulen gibt. Hier muss man ansetzen und dafür sorgen, dass alle Schulen das gleiche Niveau haben. Das bedeutet aber auch, dass LehrerInnen viel besser ausgebildet, bzw. fortgebildet sein müssen. Und auch, dass man LehrerInnen grundsätzlich dazu verdonnern muss, an einer bestimmten Anzahl an Fortbildungen im laufenden Schuljahr teilzunehmen. Viele machen das freiwillig und gern, aber genauso viele lehnen das ab und meinen, sie sind ausreichend ausgebildet. Und wundern sich dann, wenn sie mit den Kindern nicht zurechtkommen. Da LehrerInnen ja auch nur einen Urlaubsanspruch so wie alle anderen Angestellten und Beamten haben, kann man Teile der Ferien dafür nutzen. Es muss deshalb kein Unterricht ausfallen.
Es ist aber ebenso notwendig, dass gerade an Schulen in sozialen Brennpunkten verstärkt SozialarbeiterInnen/SozialpädagogInnen eingesetzt werden, die bei Konflikten sofort eingreifen können. Auch dies ist ein Mittel zur Integration. Denn das Leben in sozialen Brennpunkten ist nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund vorbehalten. Ich habe in meinem Institut viele Klienten mit Migrationshintergrund, die völlig integriert sind, die deutsche Sprache besser beherrschen als manche Deutschen selbst. Solche, die dafür sorgen, dass ihre Kinder eine vernünftige Ausbildung erhalten und ein erfolgreiches und glückliches Leben führen können. Solche, die unendlich gebildet sind. Und dies betrifft ebenso die deutschen Familien. Auf der anderen Seite habe ich Klienten, die längst noch nicht in die deutsche Gesellschaft integriert sind und dies auch nicht wollen. Und diese Tatsache wiederum betrifft nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch viele deutsche Familien.
Gibt man aber allen Kindern eine Chance, so kann man bestimmt in vielen Familien das Ruder noch herumreißen. Alle wird man nie bekommen. Das zu denken wäre utopisch, aber je mehr, desto besser.

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