Bildung in Deutschland – es muss sich endlich ändern

Zieht man zum Ende dieses Schuljahres in Deutschland Bilanz, so ist diese weiterhin erschreckend. Viele, viele Eltern, und es werden immer mehr, beklagen die immer höher werdenden Anforderungen an die Kinder, insbesondere im Zuge von G8. Sollte man deshalb nun glauben, dass, wenn Kinder sehr viel lernen müssen, sie auch sehr viel behalten und sich entsprechend viel Wissen aneignen, so ist dies eindeutig ein Fehlglaube.

Die Kinder lernen von einer Klasssenarbeit zur nächsten, behalten sich nur das, was für die kommende Arbeit relevant ist, sie gerade mal interessiert oder aber überhaupt nichts. Dass das Wissen nicht mehr hängenbleibt, ist sehr gut in den von mir durchgeführten IQ-Tests belegbar. Bei nur wenigen Kindern und Jugendlichen ist das allgemeine Wissen recht gut vorhanden. Die wenigsten Schülerinnen und Schüler sind hier fit. Aber auch an der Rechtschreibung hapert es sehr. Freie Interpretationen, Textanalysen oder Aufsätze sind von vielen Kindern und Jugendlichen nicht mehr durchführbar.

Deshalb muss sich bald etwas ändern. Alle, die hier Ideen haben, rufe ich auf, sich bitte zu melden. JEDE Idee ist wichtig. Denn schlimmer kommts nimmer, wie man so schön sagt. Oder doch???? Hier eine Kontaktemail: info@conzept3b.de.

Weitere Infos auch unter www.logios.de.

Weitere interessante Fälle deutscher Bildungspolitik findet man auch in meinem aktuellen Buch:

Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Klassenwiederholung – wem nützt Sitzenbleiben wirklich?

In einigen Bundesländern sind bereits Sommerferien und somit gibt es wieder viele SchülerInnen, die die Versetzung nicht geschafft haben. Den SchülerInnenn in NRW steht die Versetzung bzw. Nicht-Versetzung am kommenden Freitag bevor. Und wieder fragen sich viele Eltern und SchülerInnen, welchen Sinn ein Sitzenbleiben hat, außer den, eine(n) SchülerIn zusätzlich zu den schlechten Noten nochmals so richtig zu demütigen. Staaten, die im schulischen Ranking deutlich vor Deutschland stehen, haben vielfach eine Klassenwiederholung abgeschafft. Trotzdem sind diese SchülerInnen besser als die deutschen Schulkinder. Woran mag das wohl liegen, fragen sich viele Menschen, die mit Schule und Co. zu tun haben.
Es liegt am gesamtdeutschen, maroden Schulsystem, indem Bildung hintenansteht, LehrerInnen schlecht ausgebildet sind und SchülerInnen, insbesondere dann, wenn sie ein bisschen fitter sind als der Durchschnitt, vor Langeweile nicht wissen, wie sie in den Schulschlaf kommen sollen. Ständige Wiederholungen, stumpfes „Vor sich hin lernen“, ohne den tieferen Sinn zu erkennen, fragwürdige Methoden der Wissensvermittlung (wenn man an die Rechtschreibvermittlung in der Grundschule denkt), das nicht Akzeptieren eigener Rechen- oder anderer Lösungswege und vieles mehr hindern unsere Kinder und Jugendlichen daran mit Spaß zu lernen. Und hat man keinen Spaß an etwas, fehlt die Motivation, damit die Konzentration und die Konsequenzen daraus sind schlechte Noten, die dann im schlimmsten Fall zur Klassenwiederholung führen. Und dann wird es noch langweiliger. Viele Kinder erreichen auch bei einer Wiederholung nicht das Klassenziel und müssen in der Regel noch weiter runter im System Schule. So kann es schon einmal passieren, dass Kinder zunächst auf das Gymnasium kommen, danach auf eine Realschule und schließlich auf die Hauptschule. Und es trifft auch hier sehr oft die besonders cleveren Kids. Deshalb sollten die zuständigen Behörden doch einfach mal einen Blick über den Tellerrand riskieren und sich ein Beispiel an erfolgreichen Ländern nehmen.
Und für alle SchülerInnenInnen, die in diesem Jahr wiederholen müssen: Ihr seid in guter Gesellschaft. Viele Promis haben die Klasse wiederholen müssen und sind nun wesentlich berühmter und erfolgreicher als ihre ehemaligen LehrerInnen!
Für alle, die Hilfe und Unterstützung suchen, hier unsere Seiten: www.logios.de, www.infobeg.de, www.conzept3b.de oder lesen Sie einfach mein neues Buch.
Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Mein Buch (trotz des Titels übrigens für alle Altersgruppen gedacht) ist jetzt rund drei Wochen auf dem Markt und ich habe schon viele positive Reaktionen erhalten. Viele Eltern haben ihre Kinder in den Fallbeispielen wiedererkannt. Das freut mich sehr. Denn mein Ziel ist es darauf aufmerksam zu machen, dass Deutschland immer noch nicht in der Lage ist sein wahres Potenzial an wirklich intelligenten und kreativen Menschen zu erkennen. So wird im Gegenteil immer wieder versucht alle auf die Mittellinie zu ziehen, begabte Kinder und Jugendliche im wahrsten Sinne des Wortes zu biegen und zu brechen. Psychische Krankheiten, Teilleistungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen und viele weitere Problemstellungen werden diagnostiziert, obwohl es sich in den meisten Fällen um eine hohe Begabung handelt. Das muss sich ändern. Dazu soll mein Buch beitragen. Und ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen es weiter empfehlen an Freunde, Verwandte und Bekannte, die mit ihren Kindern Probleme jeglicher Art haben. Es kann sich dabei um eine nicht erkannte Begabung handeln. Eine Überprüfung macht immer Sinn, auch wenn es zunächst unwahrscheinlich scheint. Denn bereits ab mittlerweile IQ 110 !!! gibt es aufgrund unseres maroden Schulsystems enorme Probleme bei Kindern und Jugendlichen. Davon sind dann immerhin schon 25% unserer Schüler betroffen. Bei Fragen bitte gern anrufen unter 02302/1781792 oder mailen unter info@infobeg.de. Weitere Informationen unter www.infobeg.de oder www.logios.de.

Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

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Lernen verboten – das Konzept vieler Schulen

Liebe Bildungsfrustrierte,

es gibt wieder einen Fall, der mich erschüttert. Mirko, 7 Jahre, 1. Klasse, hat es gewagt, die Zahlenreihe bis 1000 zu lernen, obwohl alle anderen in der Klasse noch nicht so weit waren und gerade mal in Zehnerschritten bis 100 zählen durften. Dieses forsche Vorgehen des Jungen musste deshalb unbedingt mit einem Brief an die Eltern geahndet werden. Man warf ihnen darin vor den Jungen schulisch total unter Druck zu setzen und drohte mit Konsequenzen, wenn die Eltern diesen Wissensdurst nicht unterbinden würden. Die Eltern jedoch waren sich keiner Schuld bewusst, denn der Sohn hatte weitergelernt, ohne die Eltern um Erlaubnis zu fragen. Doch das geht leider in unserem Schulsystem gar nicht. Jeder hat nur so weit zu lernen, wie es von Seiten der Schule erlaubt wird. Wo kommen wir denn hin, wenn sich jeder weiterbildet wie er es möchte?

Ich denke, zu einem vernünftigen und für alle gerechten Schulsystem!

Wer hat Ähnliches erlebt? Ich freue mich auf Kommentare.

Weitere Infos unter www.logios.de oder www.infobeg.de.

Intelligenz und Teddybären – ein neues Buch zum Thema Begabung und Hochbegabung

Das Buch behandelt nicht nur den Spagat, den begabte und hochbegabte Kinder zwischen ihrem kognitiven und ihrem tatsächlichen Lebensalter hinbekommen müssen, sondern auch die durch eine nicht erkannte oder zu spät erkannte Begabung hinzukommenden Probleme wie Verhaltensauffälligkeiten, schlechte Noten u.v.m. Auch falsche Diagnosen, die durch eine nicht kompetente Diagnostik entstehen, werden im Buch anhand vieler Beispiele aus der Praxis thematisiert, z.B. ADS, ADHS, Asperger-Autismus, Legasthenie und Dyskalkulie.

Der Untertitel (was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann) bezieht sich auf die vielen Fehldiagnosen und die damit verbundenen Probleme der Kinder.

Das Buch ist in allen führenden Buchhandlungen sowie im Institut zur Fo(e)rderung besonderer Begabungen

http://www.infobeg.de/Veroeffentlichungen-Hochbegabung/

sowie als E-Book erhältlich.

Preis Printausgabe Paperback: EUR 19,95 (inkl. MWST)

Preis E-Book: EUR 15,99 (inkl. MWST)

ISBN: 378-34712-0864-5

Sie können das Buch auch in unserem Institut bestellen oder unter folgendem Link direkt beim Verlag (Versand innerhalb Deutschlands kostenlos):

http://www.bod.de/buch/beate-gerstenberger-ratzeburg/intelligenz-und-teddybaeren/9783741208645.html

Ich freue mich auf Ihre Meinung, auf Anregungen und Kritik.

Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann –

Wer in aller Welt ist van Gogh?

Fragt man Kinder während einer Testung nach diesem Namen, erhält man meist ein Kopfschütteln oder folgende Antworten: Nie gehört! Ein Sänger? Kenn`ich nicht! Schauspieler? Doch dieses Mal schien es jemand wirklich zu wissen. „Van Gogh? Das ist ein Holländer“. „Kannst du das genauer sagen?“ Ja, natürlich, das ist ein Fußballtrainer, ich glaube, der hat mal Schalke trainiert.“

Wobei wir mal wieder beim guten Allgemeinwissen deutscher Schüler sind. Wenn jemand Faust nur mit dem Film „fack ju göhte“ in Verbindung bringt, aber nicht weiß, wer Goethe wirklich war und mittlerweile Richtung Abi tendiert, wird es schon problematisch. Und wenn man das Wort „neutral“ für eine Salbe hält, sollte man sich da nicht Gedanken über die Schulbildung in Deutschland machen?

Über Kommentare freue ich mich sehr.

Weitere Infos unter www.logios.de.

Bildung tut not

Bildung tut not

AOSF-Verfahren – eine leidvolle Erfahrung

Immer wieder hören wir von missglückten AOSF-Verfahren (sonderpäd. Förderbedarf), die für die betroffenen Kinder nur leidvolle Erfahrungen bringen. So gibt es immer wieder Fehldiagnosen, die in eine falsche Richtung führen.

Ein Beispiel: Markus ist 10 Jahre und in der fünften Klasse einer Gesamtschule mit GU (gemeinsamen Unterricht). Markus hat seit der ersten Klasse große Probleme mit der Rechtschreibung und wird deshalb von vielen Mitschülern gehänselt, was enormen Einfluss auf sein Selbstwertgefühl hat. Er traut sich nichts mehr zu. Das wird gnadenlos von den Mitschülern ausgenutzt, führt sogar soweit, dass er in der dritten Klasse massiv verprügelt wird. Seine Lehrer beantragen für ihn einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Es wird ein IQ-Test durchgeführt, der aufgrund von fehlerhafter Durchführung und des nicht mehr vorhandenen Selbstbewusstseins im Bereich der Minderbegabung liegt. Eine Legasthenie wird deshalb sofort ausgeschlossen. Und das Mobben geht auch munter weiter. Die Eltern lassen einen alternativen IQ-Test durchführen, der Markus eine normale Intelligenz bestätigt. Und somit auch eine Legasthenie, wie der entsprechende Lese-Rechtschreibtest zeigt.

Trotzdem hält die Schule am sonderpädagogischen Förderbedarf fest. Jetzt muss ein Gericht entscheiden, was mit Markus passiert. Sonderpädagogische Förderung ist eine wunderbare Sache, aber es muss die richtigen Kinder betreffen und wenn man sich mal irrt, dann sollte man das auch zugeben, zum Wohle des Kindes.

 

Kinder sind unsere Zukunft - deshalb benötigen sie auch unsere volle Unterstützung

Kinder sind unsere Zukunft – deshalb benötigen sie auch unsere volle Unterstützung

Gebundene Ganztagsschulen – wieder einmal eine Fehlplanung?

In den Medien gibt es momentan verstärkt Berichte über die sich immer öfter verbreitenden gebundenen Ganztagsschulen, d.h. es handelt sich um Schulen, an denen die Schüler verpflichtend am Nachmittagsunterricht teilnehmen. Eigentlich eine gute Idee, doch leider mal wieder vom Sessel geplant, ohne Bezug zur Realität. Zumindest in vielen Fällen. Unterschiede in den Bundesländern werden deutlich. So liegt Berlin lt. Studie der Bertelsmann-Stiftung an der Spitze, wenn es um eine gut durchdachte Ganztagsbeschulung geht (wobei die Berliner da scheinbar nicht ganz dieser Meinung sind). Und in Bezug auf die unterschiedlichen Schulformen liegen die Grundschulen z.B. vor den Gymnasien.

Doch warum gibt es viele negative Bewertungen? Die Betreuer im Nachmittagsbereich sind oftmals mit den Kindern überfordert, da sie selten eine entsprechende pädagogische Ausbildung besitzen, oft werden Erzieher statt Lehrer eingesetzt, es darf ja nicht viel kosten. Und zusätzliche Unterrichtsstunden sind in der Regel auch deshalb nicht machbar, da es nicht ausreichend Lehrer gibt, die diesen Unterricht übernehmen können. Zwar wurde viel Geld bereitgestellt, was aber schwerpunktmäßig in die häufigere Form der Ganztagsschulen, also die des offenen Ganztages investiert wurde.

Also bitte erst denken, dann vernünftig planen und handeln. Denn es geht zu Lasten unserer Kinder und damit zu Lasten unserer Zukunft.

Wer sich informieren möchte, hier der Link

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/in-vielfalt-besser-lernen/projektthemen/ganztag/

Kinder sind unsere Zukunft - deshalb benötigen sie auch unsere volle Unterstützung

Kinder sind unsere Zukunft – deshalb benötigen sie auch unsere volle Unterstützung

Kein Geld für die Bildung – Eltern renovieren die Schule

Bildungspolitiker alle Parteien rufen immer wieder nach besserer Bildung für die Schüler, doch statt besser wird es immer schlimmer. Es wird immer weniger Geld bereitgestellt, die Schüler sitzen in schmutzigen Räumen, die schon teilweise schon Jahrzehnte nicht mehr renoviert wurden, die Schimmer angesetzt haben und somit schon gesundheitsgefährdend sind. Schon seit Jahren sind Elterninitiativen damit beschäftigt, natürlich in der Regel durch eine private Eigenfinanzierung, Schulräume einigermaßen ordentlich zu gestalten, damit die Kinder wenigstens den Hauch eines angenehmen Lernumfeldes erhalten. Und in der Regel wird dieses Engagement der Eltern noch nicht einmal wahrgenommen. Es ist von Seiten der Schulbehörden eine Frechheit, die Eltern für solche Aufgaben auszunutzen, insbesondere dann, wenn es um Maßnahmen wie in Würzburg geht (siehe Link).

Kinder benötigen ein ihrem Alter angemessenes Schulumfeld, um Spaß am Lernen zu bekommen. Doch ist dies in abgewirtschafteten Klassenräumen kaum möglich. Und auch hier ist der Staat gefragt. Es kann nicht angehen, dass eine Schule erst so marode werden muss, wie es in Würzburg der Fall war. Vorbeugen und zwischendurch mal immer wieder pflegen, kleine Renovierungen sofort durchführen, dann hat man auch als Staat seine Gebäude im Griff. Eine Totalsanierung wird nämlich deutlich teurer.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/wuerzburg-eltern-renovieren-marode-schule-selbst-in-arbeitsstunden-1.2930204

Und auf die mangelnde Bildung der Kinder werden wir in den nächsten Wochen nochmals zurückkommen.

 

Kinder zu fördern und zu fordern ist unsere gesellschaftliche Pflicht

Kinder zu fördern und zu fordern ist unsere gesellschaftliche Pflicht

Inklusion – schlecht ausgebildete Lehrer, leidende Schüler

Schon mehrfach haben wir von Kindern, die bereits ein AOSF-Verfahren, also ein Förderschulverfahren, laufen haben, gehört, dass es Probleme mit der Umsetzung gibt. Auch werden hierbei fehlerhaft Testungen durchgeführt, die dann zu schlechten Ergebnissen und damit auch zu fehlerhaften Verfahren führen. Erst vor ein paar Tagen testeten wir ein Kind in unserer Einrichtung mit einem normalen IQ-Ergebnis, das in der Schule, verteilt auf mehrere große Pausen, einen IQ im Bereich der Lernbehinderung erhalten hatte. Das Förderschulverfahren wurde u.a. mit Defiziten im Rechnen begründet. Ein weiterer Test in unserer Einrichtung ergab, dass das Kind zusätzlich eine Dyskalkulie besitzt. Also KEINE Lernbehinderung, KEIN AOSF-Verfahren. Doch da es bereits läuft, haben die Eltern schlechte Karten. In der Regel hilft dann nur noch der Anwalt.

Bildung tut not

Bildung tut not

 

 

 

Mit dem Stoff der ersten Klasse direkt aufs Gymnasium

Meist ist es doch gut, wenn man sich wehrt und sein Kind nicht aufgibt. Dies ist geschehen mit Mike, 12 Jahre, 4. Klasse, inkl. sonderpädagogischem Förderbedarf.

Mike hat mehrfach die Klasse wiederholt und bekommt nun schon seit vielen Jahren insbesondere im Fach Mathematik die Aufgaben der ersten Klasse serviert. Vorausgegangen war ein IQ-Test, der Mike einen IQ von nur 85 bescheinigte, durchgeführt unter sehr merkwürdigen Bedingungen. Mike wurde während der Pausen in mehreren Abständen getestet, immer wieder aus der Klasse geholt und der Test wurde immer wieder fortgesetzt.

Aufgrund des Ergebnisses wurde dann der sonderpädagogische Förderbedarf beantragt und diesem wurde stattgegeben. Lange Zeit wusste die Mutter weder von dem Test noch vom bevorstehenden Förderbedarf. Und, wie gesagt, der Unterrichtsstoff verharrte auf dem Stand der ersten Klasse. Die Mutter jedoch übte regelmäßig mit Mike und brachte ihn auf den Stand des vierten Schuljahres. Doch die Schule interessierte das überhaupt nicht. Erst, nachdem die Mutter nach langem Suchen eine vernünftige Anwältin und einen engagierten Verein gefunden hatte, schaffte sie ein kleines Wunder. Mike darf ab dem Sommer sogar auf ein Gymnasium gehen. Es handelt sich um ein Gymnasium mit Inklusion, dort gibt man Mike eine Chance. Denn ein weiterer, bei uns durchgeführter IQ ergab einen Wert von 111. Dies bedeutet, dass Mike schon leicht überdurchschnittlich ist, wobei der Durchschnitt der Gymnasiasten bei IQ 107 liegt und man in der Regel zum Besuch des Gymnasiums ab einem IQ von 110 rät.

Weitere Infos unter www.logios.de, www.conzept3b.de oder www.infobeg.de.

Bildung tut not

Bildung tut not

Ghettoschulen – die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden?

Liest man den Artikel der WAZ vom heutigen Tage, entsteht der Eindruck, dass es in NRW Schulen gibt, auf denen auf der einen Seite nur Kinder aus Bildungsschichten zu finden sind, auf der anderen Seite ausschließlich Kinder aus bildungsfernen Schichten. Dies mag durchaus der Wahrheit entsprechen. Dass man nun ausschließlich die freie Schulwahl dafür verantwortlich macht, ist nicht richtig. Es ist nämlich tatsächlich so, wie es in einem Kommentar bei „Der Westen“, dem Online-Portal der WAZ, zu lesen ist, dass, gäbe es die freie Wahl nicht, man andere Mittel und Wege findet, sein Kind auf der Wunschschule anzumelden. Ich selbst habe das mit meinen Kindern auch gemacht, denn damals gab es noch die Aufteilung in Bezirke. Da die Freundin im Wunschbezirk wohnte, passte diese eben auf die Kinder auf und das Problem war gelöst. Wenn man will, findet man immer Mittel und Wege. Für mich stand damals eine Schule im Fordergrund, die meine Kinder als Persönlichkeit wahrnahm und entsprechende Bildung vermittelte, nicht die Herkunft der Klassenkameraden. An der Schule meiner Kinder funktionierte schon in den 90-er Jahren eine vernünftige Integration.

Was dieses Ergebnis nämlich zeigt, ist die Tatsache, dass es gute und schlechte Schulen gibt. Hier muss man ansetzen und dafür sorgen, dass alle Schulen das gleiche Niveau haben. Das bedeutet aber auch, dass LehrerInnen viel besser ausgebildet, bzw. fortgebildet sein müssen. Und auch, dass man LehrerInnen grundsätzlich dazu verdonnern muss, an einer bestimmten Anzahl an Fortbildungen im laufenden Schuljahr teilzunehmen. Viele machen das freiwillig und gern, aber genauso viele lehnen das ab und meinen, sie sind ausreichend ausgebildet. Und wundern sich dann, wenn sie mit den Kindern nicht zurechtkommen. Da LehrerInnen ja auch nur einen Urlaubsanspruch so wie alle anderen Angestellten und Beamten haben, kann man Teile der Ferien dafür nutzen. Es muss deshalb kein Unterricht ausfallen.
Es ist aber ebenso notwendig, dass gerade an Schulen in sozialen Brennpunkten verstärkt SozialarbeiterInnen/SozialpädagogInnen eingesetzt werden, die bei Konflikten sofort eingreifen können. Auch dies ist ein Mittel zur Integration. Denn das Leben in sozialen Brennpunkten ist nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund vorbehalten. Ich habe in meinem Institut viele Klienten mit Migrationshintergrund, die völlig integriert sind, die deutsche Sprache besser beherrschen als manche Deutschen selbst. Solche, die dafür sorgen, dass ihre Kinder eine vernünftige Ausbildung erhalten und ein erfolgreiches und glückliches Leben führen können. Solche, die unendlich gebildet sind. Und dies betrifft ebenso die deutschen Familien. Auf der anderen Seite habe ich Klienten, die längst noch nicht in die deutsche Gesellschaft integriert sind und dies auch nicht wollen. Und diese Tatsache wiederum betrifft nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch viele deutsche Familien.
Gibt man aber allen Kindern eine Chance, so kann man bestimmt in vielen Familien das Ruder noch herumreißen. Alle wird man nie bekommen. Das zu denken wäre utopisch, aber je mehr, desto besser.

Haben Sie Fragen? Möchten Sie Ihre Meinung äußern? Loggen Sie sich ins Blog ein. Oder aber alternativ unter www.logios.de/forum haben Sie hierzu Gelegenheit.cropped-Zwei-Kinder-mit-Laptop-und-Helm1.jpg

Das Bildungsjahr 2016 – besser als bislang???

Liebe Bildungsfrustrierte,
zunächst einmal wünsche ich uns allen ein erfolgreiches Jahr 2016. Da man die Hoffnung ja niemals aufgeben sollte, so hoffe ich natürlich auch, dass bildungsmäßig viel Positives in diesem Jahr geschieht. Spekulieren wir einmal, wie das denn aussehen könnte.

Ziel 1: Alle Flüchtlingskinder sind im deutschen Schulsystem integriert, die Sprachkurse laufen auf Hochtouren. Es gibt spezielle Klassen für Flüchtlingskinder, in denen sie entsprechend ihren Fähigkeiten gefördert und gefordert werden, sodass sie nach und nach die „normalen“ Klassen besuchen können.
Ziel 2: Die Inklusion funktioniert endlich. Alle LehrerInnen haben eine entsprechende Weiterbildung erhalten, die ihnen gezeigt hat, wie man mit Kindern, die einen entsprechenden Förderbedarf haben, in der Regelschule umgeht. Es gibt endlich Verständnis und Unterstützung.
Ziel 3: Individueller Unterricht wird endlich umgesetzt. Jedes Kind wird entsprechend seiner Fähigkeiten gefordert und gefördert.
Ziel 4: LehrerInnen sind nun in der Lage Problemkinder richtig einzuschätzen. Sie erkennen die speziellen Begabungen ihrer Schüler, auch dann, wenn diese Kinder problematisch sind, denn die LehrerInnen hinterfragen nun diese Probleme der Kinder.
Ziel 5: Die Erstklässler lernen nun endlich wieder von Beginn an die richtige Schreibweise der deutschen Rechtschreibung. Das Schreiben nach Gehör wird endlich abgeschafft. So sinkt die Quote der Legastheniker gewaltig und man kann sich endlich intensiv um die wirklichen Legastheniker kümmern.
Ziel 6: Das Lernen wird endlich wieder anspruchsvoller. Der Frontalunterricht wird auf ein Minimum beschränkt. Differenzierter Unterricht führt nun dazu, dass jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend unterrichtet wird. Somit sinkt die Langeweile-Kurve der SchülerInnen auf ein Minimum. ADS und ADHS reduzieren sich auch hier gewaltig. Träumerchen und Zappelphillip gehören der Vergangenheit an.
Ziel 7: Durch die individuelle Förderung gibt es endlich kein „Sitzenbleiben“ mehr. Alle Kinder, auch diejenigen mit schlechteren Noten, werden einfach in die nächste Klasse mitgenommen. Denn durch die nun dauerhaft bestehende Differenzierung haben nun alle SchülerInnen die Möglichkeit ihr Pensum zu schaffen, die einen schneller, die anderen eben langsamer.
Ziel 8: Nicht nur durch den Film „Fack ju Göhte“ kennen die SchülerInnen nun wieder den Autor des Fausts. Sie kennen den Namen nun durch die Schule (hoffentlich in der richtigen Schreibweise). Und sie verwechseln Leonardo da Vinci nun nicht mehr mit Leonardo di Caprio.
Ziel 9: Spätestens mit dem Beginn der 9. Klasse, unabhängig von der Schulform, haben SchülerInnen nun die Möglichkeit sich zu spezialisieren. Fächer, in denen sie ein respektables Grundwissen haben, die ihnen aber keinen Spaß machen, können abgewählt und durch Fächer ersetzt werden, die den wirklichen Interessen der einzelnen Jugendlichen gerecht werden
Ziel 10: LehrerInnen haben die Soziale Kompetenz einiger SchülerInnen positiv geschult, sodass Mobbing über WhatsApp und Co. der Vergangenheit angehört. Somit können sich alle wieder auf den Unterricht konzentrieren.

Utopisch diese Ziele? Leider ja. Wenn wir es schaffen, nur einen geringen Teil dieser Ziele umzusetzen, sind wir schon einen großen Schritt weitergekommen. Aber wir bleiben am Ball. Deshalb auch meine Aufforderung an alle, die die deutsche (und europäische?) Bildungspolitik ändern wollen. Bitte mitbloggen, mitdiskutieren. Nicht stumm bleiben, sondern die Meinung äußern. Nur so bewegen wir etwas in unserem Land. Und wenn es immer nur ein bisschen weitergeht, denn wie heißt es immer so schön: Kleinvieh macht auch Mist.
In diesem Sinne: ein frohes neues Jahr!

Übrigens, für weitere Infos zum Thema Kinder, Bildung, Talentförderung unsere Websides

www.logios.de

www.conzept3b.de

www.infobeg.de

Auch bei uns ein Thema: Flüchtlingskinder

Durch die immer stärker ansteigende Flut von Flüchtlingen drängt sich auch immer mehr die Frage auf, was passiert mit den Flüchtlingskindern. Mit dem Betreten der Bundesrepublik beginnt auch die Schulpflicht der Kinder. Doch wie kann man sie am besten integrieren?

Ich höre immer häufiger, dass diese Kinder auch in Real- und Gesamtschulklassen, aber auch in den Gymnasien aufgenommen werden. Und die meisten, so erzählen Eltern und Lehrer, können gar kein Deutsch. Diese Situation ist nicht nur für die „Bestandskinder“ frustrierend, sondern auch für die Flüchtlingskinder. Sie erhalten zwar, je nach Schule, Deutschunterricht, doch werden sie dazu aus einzelnen Unterrichtsstunden wieder herausgenommen. Und im Übrigen können sie dem allgemeinen Unterricht kaum oder gar nicht folgen. Die anderen Kinder müssen Rücksicht nehmen und schaffen dann den Lehrplan nicht, denn diesen zu realisieren ist durch Lehrermangel und Fehlzeiten ohnehin schwierig genug. Warum also geht es nicht, für eine gewisse Zeit Räume zur Verfügung zu stellen und anstelle des regulären Unterrichts ein intensives Deutschtraining durchzuführen. Kinder lernen in der Regel schnell. Ein intensiver Deutschunterricht von täglich rd. 6 Schulstunden je nach Alter der Kinder über einen Zeitraum von 3-6 Monaten wird den Kindern sicherlich mehr helfen, als eine künstlich aufrechterhaltene Schulpflicht. Und außerdem, in der Zeit, in der sie intensiv die deutsche Sprache erlernen, kommen sie ja auch ihrer Schulpflicht nach. Und die anschließende Integration in die Regelschulen ist für alle Beteiligten leichter.
Wenn Sie sich für unsere Arbeit interessieren, besuchen Sie unsere Internseiten, conzept3b, logios oder das Institut zur Fo(e)rderung besonderer Begabungen. Wir freuen uns auch über Ihre Kommentare und weitere Lösungsvorschläge.

Bildung tut not

Bildung tut not

Miserable Bildung durch ein chaotisches Schulsystem

Immer wieder bemerke ich in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein immer geringer werdendes Allgemeinwissen. Und dies betrifft das gesamte Bundesgebiet. Was ist eine Buschtrommel? Wer war Leonardo da Vinci? Ach ja, dieser Titanic-Schauspieler. Und wer, in aller Welt, war den Goethe? Und Brasilien liegt in Bayern? Ach ja, natürlich, da gab es doch diese Fußballspieler! Und es ist doch klar, dass Deutschland neben Hessen liegt. Und unser Bundesland heißt Solingen.

Sie finden das merkwürdig? Das ist aber leider die Realität. Diese Antworten erhalte ich durchaus, wenn ich Kinder und Jugendliche in Bezug auf ihr Wissen teste. Und es liegt weder ausschließlich an den Schülern noch an den Eltern, dass diese Antworten gegeben werden. Es liegt am Schulsystem. Wie kann es angehen, dass man mit Beginn der weiterführenden Schule (und hier ist insbesondere auch das Gymnasium zu nennen), ein Jahr lang Erdkunde hat, dann wieder ein Jahr nicht, ein Halbjahr Chemie, im nächsten Physik usw., usw. Ich kann durchaus verstehen, dass Kinder nicht alles, was früher, d.h. in den 60-er und 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts, vermittelt wurde, wissen müssen. Aber ein vernünftiges Allgemeinwissen kann nun wirklich nicht schaden. Frage ich ein 12-jähriges Kind, welche Länder zu Skandinavien gehören und erhalte die Gegenfrage: Was ist Skandinavien, dann zweifele ich schon sehr an der Kompetenz unserer Jugend. Und wenn ich auf die Frage, welche Menschenaffen es gibt, ebenfalls ein Achselzucken erhalte, bin ich schon sehr betroffen.

Deshalb – beteiligen Sie sich an der Bildungsdiskussion, damit wir nicht total verdummen.

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